Ruth Klüger: weiter leben

weiter leben
von Ruth Klüger

dtv Verlagsgesellschaft
1994
288 Seiten

Biografie, Erinnerung, Holocaust

Kurzmeinung

Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Lesern, insbesondere meiner Altersgruppe, die Bücher mit dieser und ähnlicher Thematik verschlingen und auch nach dem zehnten Buch ähnlichen Hintergrunds noch nicht das Handtuch werfen. Ich bin geschichtsinteressiert, besonders was die jüngere Geschichte angeht. Daher stört es mich auch nicht, dass ich mit Ruth Klügers Biografie nun ein weiteres Buch einer Holocaust-Überlebenden in Händen halte. Die Todesmaschinerie mag die gleiche gewesen sein, doch jedes Schicksal ist so individuell, dass jedes Buch seine Berechtigung hat.

Gelesen habe ich weiter leben im Rahmen eines Seminars über die Literatur der Juden in erster, zweiter und dritter Generation nach dem Holocaust. Unsere Dozentin sieht Klüger als geschätzte Kollegin, ich vermute dass die Wahl daher auf sie und ihre Biografie  fiel.  Ruth Klüger zählt, als selbst im KZ inhaftiert Gewesene, natürlich zur ersten Generation. Der Leser sieht sich mit dem Schicksal einer Jugendlichen konfrontiert, die gerne das Kino besuchen würde – aber nicht darf. Die gerade beginnt, ein eigenes Leben zu leben. Und dann in ein Lager verschleppt wird, wo sie um ihr Leben kämpfen muss. Zu Beginn schildert die Autorin, wie es ist, als Jüdin im nationalsozialistischen Wien zu leben. Welche Einschränkungen sie nach und nach im Alltag ertragen und hinnehmen muss. Dann die Internierung. Dann das Leben danach. Das Überleben. Das weiter leben. 

Ruth Klüger ist Germanistin.  Wen sie schreibt, weiß sie, wie sie Sprache einzusetzen hat. Sie heischt kein Mitleid. Sie gehört nicht zu jenen Opfern, die – berechtigterweise – von ihrem Leid und der Tragweite dieses Leid sprechen. Verglichen mit jenen, ist Klügers Erzählstil nahezu nüchtern. Das macht es auf der einen Seite recht angenehm, ihre Biografie zu lesen. Man versinkt nicht in einer Beschreibung der Emotionen, sondern bekommt das Geschehen ohne zu viele Schnörkel präsentiert. Dennoch habe ich mich teilweise an Klügers Erzählstil gestoßen. Ich kenne die Autorin nicht und kann mir ihre Situation weiß Gott nicht vorstellen, daher erlaube ich mir auf keinen Fall ein Urteil über die Autorin als Person. Als Erzählerin ihrer Biografie wirkte sie jedoch zeitweise unsympathisch und stieß den Leser vor den Kopf.  Das ist auch der Grund, warum eine sonst sehr ausführliche und gut geschrieben Biografie von mir vier der fünf Sterne erhält.

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Montagsfrage 28.08.2017

Wie viele noch fortlaufende Reihen hast du (geschätzt) aktuell im Regal?

Im Regal steht bei mir dank Bibliothek natürlich nicht viel. Aber ich fasse die Frage jetzt einfach mal so auf: Wie viele Reihen lese ich aktuell, die noch fortgeführt werden?
Ich muss zugeben, ich weiß gar nicht, welche der Reihen, die ich so gern mag, noch fortgeführt werden. Ich bin bei den meisten Serien nicht „up to date“ und habe noch gar nicht nachgeschaut, ob die Reihen bereits beendet wurden oder noch weiter geschrieben werden. Es dürften aber einige sein, z.B. das Lied von Eis und Feuer, die Black Dagger Reihe, Guild Hunter Reihe, Dark Hope Reihe, usw. Also alles was so bisschen in Richtung Romantik-Fantasy geht. Da gibt es ja die „üblichen Verdächtigen“ wie J.R.Ward und Nalini Singh, über die man wohl früher oder später immer stolpert, wenn einem das Genre zusagt. Ich lese auch einige andere Reihen, bin mir aber nicht sicher, ob die überhaupt noch fortgesetzt werden. So zum Beispiel Tagebuch eines Vampirs, Chroniken der Unterwelt. Da bin ich gerade einmal am Anfang der jeweiligen Reihen.

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Amy Gentry: Good As Gone

 

Good As Gone
Amy Gentry
C, Bertelsmann Verlag
2017
320 Seiten
Krimi // Thriller

Autorin Amy Gentry ist freie Literaturkritikerin und unterrichtet, wie auch ihre Protagonistin, englische Literatur an einer Universität. In ihrem Roman „Good As Gone“ hat das Ehepaar Anna und Tom mit dem wahrscheinlich schlimmsten Schicksalsschlag zu kämpfen, welches Eltern zustoßen kann: Tochter Julie wurde mit 13 Jahren aus ihrem Kinderzimmer entführt. Nur Julies jüngere verängstigte Schwester Jane sieht mit an, wie ein Mann ihre Schwester aus dem Haus führt.

Und das ist, der einzigen Augenzeugin zufolge, die Geschichte, wie ich in einer Nacht meine Tochter – nein, meine beiden Töchter, einfach alles – verloren habe.

Acht Jahre später ist aus Jane ein rebellischer Teenager geworden, der aufs College geht. Anna kann ihre Tochter nicht mehr erreichen. Neidisch blickt sie auf die Beziehung zwischen Tom und ihrer jüngeren Tochter, die einander sehr nahe stehen. Als Jane zu Besuch kommt und soeben das Abendessen angerichtet werden soll, klingelt es plötzlich an der Tür. Ein verwahrlostes, engelsblondes Mädchen steht vor dem Haus. Julie ist wieder da. Oder wer auch immer das ist, der vor der Tür steht. Denn bald schon beschleichen Anna erste Zweifel an der Identität der jungen Frau.

Die in „Good As Gone“  verwendete Sprache ist eindeutig die, einer durch und durch mit der Literatur verwobenen Autorin. Trotz der leicht verständlichen Wortwahl, mangelt es dem Roman an keiner Stelle an Spannung oder Lesegenuss. Nach und nach wird der Leser in die Geschichte eingeweiht, die hinter dem Mädchen steht, welches sich als Julie vorstellt. Dies geht Gentry sehr geschickt an. In die lineare Handlung werden immer wieder Kapitel eingefügt, die ein Puzzlestück aus Julies Vergangenheit beleuchten. So wird der Leser regelmäßig in eine frühere Episode aus dem Leben der jungen Frau versetzt und lernt sie so, nach und nach, kennen. Interessant ist hierbei vor allem, dass diese „Sonderkapitel“ die Geschichte rückwärts aufdecken, beginnend also mit der Gegenwart und immer weiter in die Vergangenheit sinkend.

Was wahr scheint, ist falsch. Was falsch scheint, stellt sich als wahr heraus. Geheimnisse werden aufgedeckt. Amy Gentry hat ein phänomenales Konstrukt mit dem ein oder anderen absolut nicht zu erahnenden Plot Twist erdacht. So bleibt die Spannung und des Rätsels Lösung tatsächlich bis auf die letzten Seiten bewahrt.

Die Personen im Roman sind sehr schön dargestellt. Wobei hier der Detailreichtum von Person zu Person variiert, je nach spielender Rolle. Das meiste erfahren wir Leser wohl von Julie und Anna. Aus Sicht letzterer sind auch alle Kapitel bis auf jene Rückblenden geschrieben. Jane und Tom hingegen sind etwas weniger plastisch, was aber keinesfalls negativ sein soll. Im Fokus stehen ja Mutter und Tochter.

Ja, was lässt sich insgesamt zu „Good As Gone“ sagen? Ich steckte wirklich in einer fiesen Leseflaute, als ich zu diesem Buch griff. Es war nicht recht lang, sah gut leserlich aus und wirkte spannend. Ich hatte einfach die Hoffnung, mal wieder ein bisschen Schwung in die Sache zu bekommen. Zu einem besseren Buch hätte ich wohl nicht greifen können. „Good As Gone“ las sich in einem Rutsch. Ich konnte es kaum aus der Hand nehmen. Ganz gleich wohin ich ging, es steckte in der Tasche, damit ich auch jede freie Minute damit verbringen kann. Spannung hoch unendlich, ehrlich! Und dann dieses Ende, absolut unverhersehbar. Zumindest war es das für mich Ich kann den Roman daher nur absolut empfehlen. Ein klassischer Thriller ist es vielleicht nicht gerade. Aber ein Roman, der auf sehr spannende Art die Psyche eines Entführungsopfers darlegt und eine tragische Familiengeschichte offenbart.

„Good As Gone“ wurde mir als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. 

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J.R.Ward: Racheengel

 

Racheengel
Black Dagger, Bd. 13
J.R.Ward

 

Heyne Verlag
464 Seiten
Fantasy, Romantasy, Vampire

Inhalt

Rehvenge ist der eiskalte Drogenboss unter den Vampiren. Sein großes Geheimnis? Er ist zudem ein halber Sympath. Und die  haben es nicht leicht, denn werden sie enttarnt, werden sie in eine Kolonie deportiert. Rehv muss daher auf der Hut sein und sich seine Freiheit teuer erkaufen. Seine Psyche und auch sein Körper leiden immens. So ist er auch regelmäßiger Gast in der Vampirklinik, denn dort bezieht er sein Dopamin, welches seine Sympathenseite unterdrücken kann. Doch in der Klinik lernt er Ehlena kennen, eine Vampirin die es auch nicht sonderlich leicht hat. Er verliebt sich in sich, doch durch sein Wesen bringt er sie in große Gefahr.

 

Meinung

Wie gewohnt nimmt mich J.R.Ward in ihren Bann gefangen. Black Dagger ist einfach eine geniale Serie, da beißt die Maus keinen Faden ab. Im Gegensatz zu anderen Teilen war diesmal leider etwas wenig Handlung vorhanden. Ich hatte das Gefühl, dass der Spannungsbogen was die Rahmenhandlung betrifft, etwas flach war diesmal. Dafür standen Rehvs Gefühle für Ehlena im Vordergrund, was nicht weniger spannend war. Die beiden sind tolle Charaktere. Rehv ist durch seine Sympathenseite natürlich ein sehr spannender Typ. Immer wieder gegen sich selbst und seine Instinkte ankämpfend, eine dunkle Seite in sich tragend. Ward setzt das sehr toll um. Man kann den inneren Zwiespalt recht gut fühlen, noch besser aber die Wandlung, als er erkennt, dass er für Ehlena Gefühle hegt. Und die ist auch nicht zu verachten. Sie lebt in einer schäbigen Bruchbude gemeinsam mit ihrem an einer psychischen Erkrankung leidenden Vater. Sie haben also beide ihr Kreuz zu tragen. Offen bleibt, ob sie einander Stütze sein können.

 

 

 

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Montagsfrage 21.08.2017

Gibt es Bücher/Reihen (Bestseller), über die du gerade ständig stolperst, sie aber nicht lesen möchtest?

Die gibt es ganz sicher. Spontan fällt mir aber namentlich keine Reihe so recht ein und auch kein Buch oder Bestseller. Jojo Moyes wird ja doch recht viel gehyped, aber das ist so rein gar nix für mich. Ich mg so kitschige Romane eher gar nicht. Von daher halte ich mich da lieber zurück, was das angeht. aber ich muss zugeben, wirklich im Bilde, was aktuell so recht angesagt ist, bin ich nicht wirklich.

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Gemeinsam Lesen 16.08.2017

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese „Black Dagger: Blinder König“ von J.R.Ward und bin auf Seite 44.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

Auf Chrissys Beerdigung waren fünfzehn Besucher, die sie gekannt hatten, einer, der sie nicht gekannt hatte, und nun blickte sich Xhex nach Nummer siebzehn um, der sich auf dem windumwehten Friedhof vielleicht zwischen den Bäumen und Gräbern versteckte.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Ich habe es gleich angefangen, nachdem ich den vorherigen Band zur Seite gelegt habe. Nahtlos weitergelesen. Und das mache ich an sich selten, aber die Geschichte hat mich mal wieder so gepackt, dass ich es einfach gar nicht anders konnte. Ich Liebe die BD Reihe.

4. Gibt es Rezensionen von dir, bei denen sich deine Meinung mittlerweile verändert hat, und die du am liebsten völlig umschreiben würdest? 

Ich gehe davon aus, dass es Bücher gibt, zu denen sich meine Meinung tendenziell verändert hat. Aber es gibt glaube ich keine Rezension, die ich völlig abändern würde. Zumal ich ohnehin dann in solchen Fällen, wenn ich „wiederlese“, eine zweite Rezi anfertige und beide angebe, damit man das auch nachverfolgen kann als Blogleser.

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Freitagsfüller 7/17

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1.  Wie kann ich lernen, weniger empfindlich und sensibel zu sein?

2.  Ich liebe Blumen und würde mich in einer Wohnung ohne nicht wohlfühlen .

3.  Meine Haare mag ich zur Zeit gar nicht, da sie kaputt sind und dadurch kürzer als ich es mag.

4.  Ich behandle mein lungenkrankes Pferd eher intuitiv und es klappt seit ich das so tue viel viel besser und es geht ihm richtig gut.

5.  Meine liebsten Früchte sind jetzt Himbeeren und Johannisbeeren.

6.  Erwachsensein, was war das nochmal ?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf lecker Gnocchi mit Pfifferlingen , morgen habe ich geplant, einmal nix zu tun und Sonntag möchte ich meinen Geburtstag feiern im engsten Kreis der Familie !

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Freitagsfüller 6/17

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1. Schon wieder  ein Jahr rum, dabei kommt es mir so vor, als hätte ich mein Pferd erst gestern gekauft .

2. Das Altern habe ich leider weniger erfolgreich abgewehrt.

3. Die beste Pizza der Welt  gibt es bei uns in meinem Heimatstädtchen, die Pizza Mafia mit Oliven, Artischocken und vielen Leckereien mehr.

4.  Ich kenne mit Sicherheit so manche  Binsenweisheit.

5.  Der Austausch von tiefergreifenden Gedanken macht mir mehr Spaß als Smalltalk .

6.  Mangelnde Selbstdisziplin ist die Wurzel allen Übels. Aber um das zu ändern, bräuchte ich mehr Selbstdisziplin .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Wiedersehen mit meinem Freund , morgen habe ich geplant, zum Töpfermarkt und in die Kulturarena zu gehen und Sonntag möchte ich ausspannen, muss aber zum Stalldienst !

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Gemeinsam Lesen 22/17

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese  „Black Dagger: Racheengel“ von J.R. Ward. Ich bin auf Seite 81.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Sie log, dachte Rehv.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Eigentlich verschlinge ich ja die BD Bänder, daher war es nahezu merkwürdig, dass so viel Zeit ins Land ging, ehe ich mit Racheengel nun die Reihe fort setze. Und siehe da: gleich hat sich’s gerächt. Ich musste bei ebenfalls BD-süchtigen Freunden erst einmal nachfragen, was denn „bisher geschah“. Ich hatte es nämlich glatt verdrängt und vergessen. Nun bin ich aber wieder voll im Geschehen drin und liebe es einmal mehr!

4. Welche typischen Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen wahren „Book Nerd“ aus?

Als ich die Frage gelesen haben, schossen mir sofort ganz viele Dinge durch den Kopf, die ich aus den typischen Buchgruppen kenne: Buch-Nerds werden verrückt bei Eselsohren, hüten Bücher wie Schätze, kaufen sich oft neue Bücher, horten Berge an SUBs, lesen nicht in der Badewanne, &&&

Und dann dachte ich mir: Na aber wenn das so ist, bist du keiner. Nun würde ich mich aber durchaus als Buchnerd bezeichnen, da ich seit fast 26 Jahren immer ein Buch mit mir herum schleppe und in jeder Minute, die ich nicht anders füllen muss oder kann, lese. Ich studiere Germanistik, angetrieben durch meine Liebe zu Büchern. ABER! Ich benutze Bücher als Gebrauchsgegenstände, ärgere mich nicht über Flecken, Leserillen und Eselsohren. Ich markiere in Büchern. Ich mache Knicke in die Seiten, wenn kein Lesezeichen in der Nähe ist. Ich kaufe keine Bücher, weil es für mich Geldverschwendung wäre. Wozu hat man Bibliotheken? Ich habe zwar einen sehr hohen SUB, aber die Bücher dürfen bei mir alle mit in die Badewanne. Und mir ist in 25 Jahren kein einziges Buch ins Wasser gefallen!

Bin ich deswegen kein Buchnerd? Weil ich nicht in die typische Buchnerdhülle passe? Ich persönlich finde das Verhalten vieler Bücherliebhaber in den Facebook Gruppen übertrieben und meide diese Gruppen mittlerweile, weil mir das extreme Verhalten auf den Zeiger geht. Ich akzeptiere andere Meinungen. Aber mir meine Bücherliebe absprechen lassen, nur weil ich keine 200 Euro pro Monat für Bücher ausgebe? Nix da, meine Damen und Herren Bücherwürmer.

Also. Nach diesem kurzen Ausraster zurück zur Frage: was sind die typischen Eigenschaften? Dass er Bücher liebt. Das und nur das allein macht einen Buchnerd für mich aus.

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Montagsfrage 26/17

Welche Erfahrungen habt ihr mit Gay Romance gemacht? Was reizt euch daran, was stößt euch ab? Habt ihr Lesetipps?

Zu meiner großen Schande muss ich gestehen, dass ich Gay Romance umgehe, wo es nur geht. Als Landei war ich nie wirklich mit ( der öffentlichen Auslebung von) Homosexualität konfrontiert. Erst spät, mit etwa 18, outete sich ein damaliger Bekannter, was natürlich nichts an meiner Sympathie für ihn veränderte. Dennoch war es auch befremdlich, da er es in die Welt hinaus schreien wollte und dementsprechend oft genug aus dem Nähkästchen plauderte, wie genau er es denn so mit seinem Freund treibt. Nix, was ich hören möchte. Ganz gleich, ob hetero- oder homosexuelles Paar. Da bin ich insgesamt eher „prüde“. Ich finde zu öffentlich ausgelebte Liebe immer etwas befremdlich. Ich bin da eher der zurückhaltende Typ Mensch.

Nun. Auch unser Gärtner ist schwul und ihm sieht man es auch auf einen Kilometer an, ihn mag ich sehr gern. Trotzdem. Ich greife bewusst zu keinen Gay Romance Büchern, denn darüber lesen möchte ich nicht. (Bitte steinigt mich nicht :D) Ich habe nichts dagegen, wenn es am Rande vorkommt. Wie zum Beispiel bei den Black-Dagger-Büchern. Aber ein Buch, welches Homosexualität in den Mittelpunkt stellt, würde ich persönlich nicht lesen. Schande über mein konservativ geprägtes Haupt!

 

 

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