Gemeinsam lesen 21/17

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese immer noch „City of Bones“ von Cassandra Clare. Ich bin auf S. 318.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Im Zwielicht der hereinbrechenden Nacht wirkten die großen, leeren Räume, die sie auf ihrem Weg zum Dachgeschoss passierten, wie ausgestorbene Bühnenbilder.“
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

So viel los zu werden gibt es nicht, da ich glaube ich schon die letzten Male mit diesem Buch dabei war. Langsamleser & so! 😀

4. Wer hat dir schon mal ganz überraschend einen Bücherwunsch erfüllt? 
Ich habe zu Weihnachten „Unterleuten“ von Juli Zeh bekommen von meinen Eltern. Dass ist insofern überraschend für mich gewesen, da ich selten Buchgeschenke erhalte. Da wir aktive Büchereigänger sind und daher selten Bücher kaufen oder wünschen, kann man meine Mutti und mich selten mit einem Buch wirklich beglücken. Wir freuen uns dann über andere Dinge mehr, die Bücher kriegt man ja schließlich aus der Bibliothek. Über dieses Buch habe ich mich aber sehr gefreut, da ich es unbedingt haben wollte. Juli Zeh gehört bei mir zu jenen Autoren, deren Bücher ich gern besitze. Und das ist bei mir ein echtes Herausstellungsmerkmal.
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Montagsfrage 25/17

Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Mh… im ersten Moment hätte ich gesagt: Buch zuerst, Verfilmung später. Aber beim genaueren Drübernachdenken fällt mir auf, dass mir das doch ziemlich schnuppe ist. Ich habe schon oft Verfilmungen gesehen und danach überhaupt erst Interesse am Buch entwickelt, z.B. bei Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer. Ich erinnere mich, dass ich einmal „Die Geisha“ im TV schauen wollte und mir da das Buch vorher regelrecht hineingeprügelt habe, weil ich es zuerst lesen, dann erst schauen wollte. Mittlerweile würde ich das aber nicht mehr machen. Bietet es sich an, schaue ich zuerst den Film. Liegt das Buch schon hier, lese ich eben das Buch. So, wie es nun einmal gerade passt, wie es sich ergibt. Ich folge da keiner bestimmten Reihenfolge und lasse mir das eine auch nicht vom anderen „abspenstig“ machen. Ich würde zB auch einer Verfilmung die Chance geben, wenn ich das Buch schwach fand. Und umgekehrt.

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Freitagsfüller 5/17

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1. Thema Nr. 1  ist heute die Kontrolluntersuchung meines Papas.

2. Ich hoffe, alles ist unbedenklich.

3. Gestern hätte ich fast vor zu lauter Musik Kopfweh bekommen.

4. Der Hufschmied kommt nächste Woche.

5. Es würde helfen, wenn ich ein ruhigerer Mensch wäre.

6.  Ich kaufe ungern bei Amazon.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Konzert der Postmodern Jukebox im Rahmen der Jenaer Kulturarena, morgen habe ich geplant, einmal nix zu tun und Sonntag möchte ich zu meiner Familie und meinem Pferd!

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Montagsfrage 24/17

Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Uff….. Also erst einmal vorweg: Meine Reisesaison ist noch weithin, wir fahren erst im Herbst. Und da dann auch nur für 3 Tage 😀 Ich kann mir so einen großen Urlaub gar nicht recht vorstellen, da ich – den Tieren zuliebe – seit Jahren nur kurze Städtetrips mit Mama unternehme und da meist keine wirklich große Lektüre mitnehme, maximal für die Zugfahrt.

Nun aber zur Frage. An sich bin ich da sehr unkompliziert: Ich nehme einfach mit, was bedingt durch Bibliotheksfristen & co. als nächstes ansteht. Momentan würde ich wohl folgende Bücher mitnehmen:

  1. Cassandra Clare: City of Bones
  2. Umberto Eco: Der Name der Rose
  3. Nadine Gordimer: Entzauberung
  4. Rilke: Zwei Prager Geschichten
  5. George R.R. Martin: Das Erbe von Winterfell

Das hätten aber auch ganz andere x-beliebige Bücher sein können. Diese stehen nur einfach so in dieser Reihenfolge auf dem Ausleihzettel der Bücherei und daher werde ich sie wohl als nächstes lesen. Ich wähle meine Reiselektüre nicht nach speziellen Kriterien. Ich achte wohl maximal darauf, dass sie nicht so viel Platz wegnehmen und entsprechend gut weggepackt und mitgenommen werden können.

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Hans Noll: Der Abschied. Journal meiner Ausreise aus der DDR.

Hans Noll: Der Abschied

Der Abschied.
Journal meiner Ausreise aus der DDR.

von Hans Noll
Hoffmann und Campe
268 Seiten
Biografie; Politik & Geschichte

 

Meine Bachelor-Arbeit schrieb ich über Jugendliteratur der DDR, die den Nationalsozialismus instrumentalisiert um Kinder auf sozialistischen Kurs zu bringen. Einer der damals behandelten Autoren war Dieter Noll. Einige Jahre später begegnet mir der Name Noll im Rahmen der Universität erneut. Diesmal jedoch Hans Noll, Dieter Nolls Sohn. Im Rahmen des Seminars „Jüdische Autoren nach dem Holocaust“  gehörte „Der Abschied. Journal meiner Ausreise aus der DDR“ zur Lektüreliste. Einige Wochen zu spät für den Kurs, bin ich nun durch mit dem gerade einmal 268 Seiten starken autobiografischen Werk. Der Autor, Hans Noll, heißt mittlerweile Chaim Noll und lebt in Israel. In diesem Buch jedoch beschreibt der Sohn des großen DDR-Autors seine Ausreise aus der DDR in den Westen des Landes. In abwechselnd langen und kurzen Tagebucheinträgen beschreibt er die Schwierigkeiten und Umstände der Ausreise seiner Familie. Die Einträge sind teils nüchterne Erzählungen des Ausreise-Wahnsinns. Teilweise jedoch sind sie philosophisch-nachdenklich und reflektieren den Irrsinn, der in der DDR herrscht und was dahinter steht.

Der Punkt war erreicht, wo weiteres Nachdenken die Grundlage des Systems in Frage stellte. Wenn man die Augen offenhielt, war alles klar. Doch es blieb noch ein Ausweg: die  Augen zu verschließen.

Ich gehöre der ersten Generation „gesamtdeutscher“ Kinder an, ein sogenanntes Wendekind. Ich wurde 1991 geboren. Meine Eltern, meine Großeltern, meine gesamte Familie wuchs in einem anderen Land auf, als ich. Auch wenn sie ihren Wohnort nie wechselten. Und wie das eben so ist, streifen die Eltern bei der Erziehung des Kindes ihre eigene Sozialisation nicht ab. Ich begreife mich daher nicht  zwingend als Bürger der BRD. Ich sehe Deutschland nicht als Ganzes, auch wenn man mir das vielleicht negativ auslegen möchte. Dass leider immer noch eine unsichtbare Grenze durch Deutschland geht, zeigen allein die Löhne. Nur zum besseren Verständnis für jene, die sich damit noch nicht beschäftigten: Ein Krankenpfleger verdient in Ostdeutschland um die 2800 Euro, sein Kollege im Westen bekommt 3200. Der Berufskraftfahrer in Ostdeutschland verdient mit 1800 Euro deutlich weniger, als ein westdeutscher Kraftfahrer mit 2400 Euro. Die Kluft ist da, auch wenn man nach so vielen Jahren nicht mehr daran glaubt.

Die DDR wirft Schatten. Die DDR selbst war ein Schatten. Noll zeigt das in seinem autobiografischen Werk deutlich auf. Die Willkür, mit der man behandelt wird. Das Wegducken, um nur ja den Antrag nicht zu gefährden. Die unnötigen Formulare und Wege, die es zu gehen gilt. Nur um die Auswanderer zu gängeln. Die vielen Warnungen, die unnötige Angst, die geschürt wird. Wir, die wir in einem freien Land leben, können uns das gar nicht mehr vorstellen.  Hans Noll bietet dem Leser einen sehr persönlichen Einblick in den nervenaufreibenden Prozess der Auswanderung aus der DDR. Sehr angenehm zu lesen und für geschichtlich Interessierte ein sehr empfehlenswertes Buch.

 

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Montagsfrage 23/17

Gibt es ein Buch, bei dem du nach dem Lesen sofort wusstest, dass du es noch einmal lesen würdest?

Es gibt einige Bücher, bei denen sofort fest stand, dass ich sie nicht das letzte Mal gelesen habe. Das gilt vor allem für Bücher, die mich von ihrer Sprachgewalt her überzeugt haben. Das klingt jetzt vielleicht doof, aber es gibt Bücher, da kann ich keine Seite lesen ohne ein erinnerungswürdiges Zitat heraus zu schreiben. Und solche Bücher lese ich gern und immer und immer wieder. Besonders oft habe ich das bei Wolfgang Herrndorf. Da könnte ich wohl alle Bücher immer und immer wieder lesen. Auch Juli Zeh, Judith Hermann und andere deutsche Autoren. Zudem gibt es einfach Klassiker und Geschichten, die man immer wieder lesen kann, z.B. Harry Potter. Wobei ich die hier wohl ausklammern würde, da ich da nicht sofort beim ersten Lesen wusste, dass ich das Buch noch viele Male würde lesen wollen. Ich habe HP damals sofort nach Veröffentlichung gelesen, also als es noch kein Hype darum gab.  Ich bin mir nicht sicher, ob ich da dann schon gleich gesagt habe: Jup, les ich in den nächsten 20 Jahren 15 Mal 😀

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