Montagsfrage 27/17

Welches Buch ist dein letzer Neuzugang und was hat dich zum Kauf bewogen?

Ohje. Die Frage ist schwer für mich 😀 Wenn wir streng nur Bücher in Betracht ziehen, die ich tatsächlich gekauft habe…. dann… ähm… muss ich scharf nachdenken, wann das war und welches Buch das gewesen sein könnte. Ich glaube das zuletzt gekaufte Buch in meinem Schrank ist ein „Handbuch:Kafka“ für das Studium. Das muss ich vor 2-3 Monaten gekauft haben. Warum ich es gekauft habe, bzw. meine Mutti es gekauft hat? Weil ich es fürs Studium brauch(t)e.

Wenn ich auch die in der Bücherei geliehenen Neuzugänge mitzählen darf, waren es ein paar mehr. Da ich ja nicht nur ein Buch auf einmal leihe. Es handelte sich beim letzten Bibliotheksgang um folgende Bücher:

Drei BlackDagger-Bände weil ich natürlich endlich weiter lesen möchte. Zwei Prager Geschichten  weil ich Prag und Rilke liebe. Hitlers Trutzgau weil ich  mich für Nationalsozialismus und Lokalgeschichte interessiere. City Of Bones weil ich das Buch noch einmal lesen wollte, ehe ich die Reihe fortsetze. Es sind noch ein paar andere, aber die fallen mir nun spontan ein.

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Freitagsfüller 6/17

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1. Schon wieder  ein Jahr rum, dabei kommt es mir so vor, als hätte ich mein Pferd erst gestern gekauft .

2. Das Altern habe ich leider weniger erfolgreich abgewehrt.

3. Die beste Pizza der Welt  gibt es bei uns in meinem Heimatstädtchen, die Pizza Mafia mit Oliven, Artischocken und vielen Leckereien mehr.

4.  Ich kenne mit Sicherheit so manche  Binsenweisheit.

5.  Der Austausch von tiefergreifenden Gedanken macht mir mehr Spaß als Smalltalk .

6.  Mangelnde Selbstdisziplin ist die Wurzel allen Übels. Aber um das zu ändern, bräuchte ich mehr Selbstdisziplin .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Wiedersehen mit meinem Freund , morgen habe ich geplant, zum Töpfermarkt und in die Kulturarena zu gehen und Sonntag möchte ich ausspannen, muss aber zum Stalldienst !

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Cassandra Clare: City Of Bones

City Of Bones
Chroniken der Unterwelt, Bd 1

von Cassandra Clare
Arena
504 Seiten
Belletristrik, Jugendbuch, Fantasy

 

Clary Fray ist ein ganz normales Mädchen. Sie liebt Kunst, hat einen besten Freund und ficht die üblichen Streitigkeiten zwischen Teenager und alleinerziehender Mutter aus. Erst als sie gemeinsam mit Simon einen Club besucht und dort Zeugin eines Verbrechens wird, welches kein anderer außer ihr sehen kann, wird ihre Welt auf den Kopf gestellt. Denn ihre Mutter Jocelyn Fray, eigentlich Fairchild, ist eine Schattenjängerin und auch in Clary schlummert das Blut der Dämonenjäger. Doch noch ehe Clarys Mutter ihr alles erklären und offenbaren kann, wird sie von Bösewicht Valentin entführt. Jedoch: Clary muss nicht allein nach ihr suchen. Gemeinsam mit ihren neuen Schattenjäger-Freunden Jace, Alec und Izzy geht sie auf die Suche nach Jocelyn.

City of Bones ist der durch und durch gelungene Auftakt zur Schattenjäger-Saga. Da ich das Buch bereits gelesen hatte, handelte es sich hierbei um einen ReRead. Und ein Buch muss wirklich gut sein, damit ich es mehrere Male lesen kann und möchte! Wieder haben mich die Charaktere rund um Clary und Jace fasziniert; jeder auf seine eigene Art und Weise. Nachdem ich im letzten Jahr das Netflix-Pendant verfolgt habe, sind mir auch einige Dinge deutlich klarer gewesen nun beim wiederholten Lesen. Clare hat einen sehr angenehmen und teilweise erheiternden, jedoch stets spannenden Erzählstil. Es gelingt ihr, dass einem die Charaktere innerhalb kürzester Zeit ans Herz wachsen und man mit Clary mitfiebert. Zudem gibt es einige sehr spannende und unerwartete Plottwists im Roman, die die Stimmung anheizen.

 

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Gemeinsam Lesen 22/17

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese  „Black Dagger: Racheengel“ von J.R. Ward. Ich bin auf Seite 81.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Sie log, dachte Rehv.“

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

Eigentlich verschlinge ich ja die BD Bänder, daher war es nahezu merkwürdig, dass so viel Zeit ins Land ging, ehe ich mit Racheengel nun die Reihe fort setze. Und siehe da: gleich hat sich’s gerächt. Ich musste bei ebenfalls BD-süchtigen Freunden erst einmal nachfragen, was denn „bisher geschah“. Ich hatte es nämlich glatt verdrängt und vergessen. Nun bin ich aber wieder voll im Geschehen drin und liebe es einmal mehr!

4. Welche typischen Eigenschaften zeichnen Deiner Meinung nach einen wahren „Book Nerd“ aus?

Als ich die Frage gelesen haben, schossen mir sofort ganz viele Dinge durch den Kopf, die ich aus den typischen Buchgruppen kenne: Buch-Nerds werden verrückt bei Eselsohren, hüten Bücher wie Schätze, kaufen sich oft neue Bücher, horten Berge an SUBs, lesen nicht in der Badewanne, &&&

Und dann dachte ich mir: Na aber wenn das so ist, bist du keiner. Nun würde ich mich aber durchaus als Buchnerd bezeichnen, da ich seit fast 26 Jahren immer ein Buch mit mir herum schleppe und in jeder Minute, die ich nicht anders füllen muss oder kann, lese. Ich studiere Germanistik, angetrieben durch meine Liebe zu Büchern. ABER! Ich benutze Bücher als Gebrauchsgegenstände, ärgere mich nicht über Flecken, Leserillen und Eselsohren. Ich markiere in Büchern. Ich mache Knicke in die Seiten, wenn kein Lesezeichen in der Nähe ist. Ich kaufe keine Bücher, weil es für mich Geldverschwendung wäre. Wozu hat man Bibliotheken? Ich habe zwar einen sehr hohen SUB, aber die Bücher dürfen bei mir alle mit in die Badewanne. Und mir ist in 25 Jahren kein einziges Buch ins Wasser gefallen!

Bin ich deswegen kein Buchnerd? Weil ich nicht in die typische Buchnerdhülle passe? Ich persönlich finde das Verhalten vieler Bücherliebhaber in den Facebook Gruppen übertrieben und meide diese Gruppen mittlerweile, weil mir das extreme Verhalten auf den Zeiger geht. Ich akzeptiere andere Meinungen. Aber mir meine Bücherliebe absprechen lassen, nur weil ich keine 200 Euro pro Monat für Bücher ausgebe? Nix da, meine Damen und Herren Bücherwürmer.

Also. Nach diesem kurzen Ausraster zurück zur Frage: was sind die typischen Eigenschaften? Dass er Bücher liebt. Das und nur das allein macht einen Buchnerd für mich aus.

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Montagsfrage 26/17

Welche Erfahrungen habt ihr mit Gay Romance gemacht? Was reizt euch daran, was stößt euch ab? Habt ihr Lesetipps?

Zu meiner großen Schande muss ich gestehen, dass ich Gay Romance umgehe, wo es nur geht. Als Landei war ich nie wirklich mit ( der öffentlichen Auslebung von) Homosexualität konfrontiert. Erst spät, mit etwa 18, outete sich ein damaliger Bekannter, was natürlich nichts an meiner Sympathie für ihn veränderte. Dennoch war es auch befremdlich, da er es in die Welt hinaus schreien wollte und dementsprechend oft genug aus dem Nähkästchen plauderte, wie genau er es denn so mit seinem Freund treibt. Nix, was ich hören möchte. Ganz gleich, ob hetero- oder homosexuelles Paar. Da bin ich insgesamt eher „prüde“. Ich finde zu öffentlich ausgelebte Liebe immer etwas befremdlich. Ich bin da eher der zurückhaltende Typ Mensch.

Nun. Auch unser Gärtner ist schwul und ihm sieht man es auch auf einen Kilometer an, ihn mag ich sehr gern. Trotzdem. Ich greife bewusst zu keinen Gay Romance Büchern, denn darüber lesen möchte ich nicht. (Bitte steinigt mich nicht :D) Ich habe nichts dagegen, wenn es am Rande vorkommt. Wie zum Beispiel bei den Black-Dagger-Büchern. Aber ein Buch, welches Homosexualität in den Mittelpunkt stellt, würde ich persönlich nicht lesen. Schande über mein konservativ geprägtes Haupt!

 

 

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Gemeinsam lesen 21/17

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

Ich lese immer noch „City of Bones“ von Cassandra Clare. Ich bin auf S. 318.

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

„Im Zwielicht der hereinbrechenden Nacht wirkten die großen, leeren Räume, die sie auf ihrem Weg zum Dachgeschoss passierten, wie ausgestorbene Bühnenbilder.“
 
3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?

So viel los zu werden gibt es nicht, da ich glaube ich schon die letzten Male mit diesem Buch dabei war. Langsamleser & so! 😀

4. Wer hat dir schon mal ganz überraschend einen Bücherwunsch erfüllt? 
Ich habe zu Weihnachten „Unterleuten“ von Juli Zeh bekommen von meinen Eltern. Dass ist insofern überraschend für mich gewesen, da ich selten Buchgeschenke erhalte. Da wir aktive Büchereigänger sind und daher selten Bücher kaufen oder wünschen, kann man meine Mutti und mich selten mit einem Buch wirklich beglücken. Wir freuen uns dann über andere Dinge mehr, die Bücher kriegt man ja schließlich aus der Bibliothek. Über dieses Buch habe ich mich aber sehr gefreut, da ich es unbedingt haben wollte. Juli Zeh gehört bei mir zu jenen Autoren, deren Bücher ich gern besitze. Und das ist bei mir ein echtes Herausstellungsmerkmal.
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Montagsfrage 25/17

Wenn du weder Buchverfilmung noch Buch kennst, was würdest du zuerst anschauen/lesen?

Mh… im ersten Moment hätte ich gesagt: Buch zuerst, Verfilmung später. Aber beim genaueren Drübernachdenken fällt mir auf, dass mir das doch ziemlich schnuppe ist. Ich habe schon oft Verfilmungen gesehen und danach überhaupt erst Interesse am Buch entwickelt, z.B. bei Game of Thrones/Das Lied von Eis und Feuer. Ich erinnere mich, dass ich einmal „Die Geisha“ im TV schauen wollte und mir da das Buch vorher regelrecht hineingeprügelt habe, weil ich es zuerst lesen, dann erst schauen wollte. Mittlerweile würde ich das aber nicht mehr machen. Bietet es sich an, schaue ich zuerst den Film. Liegt das Buch schon hier, lese ich eben das Buch. So, wie es nun einmal gerade passt, wie es sich ergibt. Ich folge da keiner bestimmten Reihenfolge und lasse mir das eine auch nicht vom anderen „abspenstig“ machen. Ich würde zB auch einer Verfilmung die Chance geben, wenn ich das Buch schwach fand. Und umgekehrt.

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Freitagsfüller 5/17

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1. Thema Nr. 1  ist heute die Kontrolluntersuchung meines Papas.

2. Ich hoffe, alles ist unbedenklich.

3. Gestern hätte ich fast vor zu lauter Musik Kopfweh bekommen.

4. Der Hufschmied kommt nächste Woche.

5. Es würde helfen, wenn ich ein ruhigerer Mensch wäre.

6.  Ich kaufe ungern bei Amazon.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Konzert der Postmodern Jukebox im Rahmen der Jenaer Kulturarena, morgen habe ich geplant, einmal nix zu tun und Sonntag möchte ich zu meiner Familie und meinem Pferd!

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Montagsfrage 24/17

Welche 5 Bücher würdest du jetzt auf eine Reise mitnehmen?

Uff….. Also erst einmal vorweg: Meine Reisesaison ist noch weithin, wir fahren erst im Herbst. Und da dann auch nur für 3 Tage 😀 Ich kann mir so einen großen Urlaub gar nicht recht vorstellen, da ich – den Tieren zuliebe – seit Jahren nur kurze Städtetrips mit Mama unternehme und da meist keine wirklich große Lektüre mitnehme, maximal für die Zugfahrt.

Nun aber zur Frage. An sich bin ich da sehr unkompliziert: Ich nehme einfach mit, was bedingt durch Bibliotheksfristen & co. als nächstes ansteht. Momentan würde ich wohl folgende Bücher mitnehmen:

  1. Cassandra Clare: City of Bones
  2. Umberto Eco: Der Name der Rose
  3. Nadine Gordimer: Entzauberung
  4. Rilke: Zwei Prager Geschichten
  5. George R.R. Martin: Das Erbe von Winterfell

Das hätten aber auch ganz andere x-beliebige Bücher sein können. Diese stehen nur einfach so in dieser Reihenfolge auf dem Ausleihzettel der Bücherei und daher werde ich sie wohl als nächstes lesen. Ich wähle meine Reiselektüre nicht nach speziellen Kriterien. Ich achte wohl maximal darauf, dass sie nicht so viel Platz wegnehmen und entsprechend gut weggepackt und mitgenommen werden können.

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Hans Noll: Der Abschied. Journal meiner Ausreise aus der DDR.

Hans Noll: Der Abschied

Der Abschied.
Journal meiner Ausreise aus der DDR.

von Hans Noll
Hoffmann und Campe
268 Seiten
Biografie; Politik & Geschichte

 

Meine Bachelor-Arbeit schrieb ich über Jugendliteratur der DDR, die den Nationalsozialismus instrumentalisiert um Kinder auf sozialistischen Kurs zu bringen. Einer der damals behandelten Autoren war Dieter Noll. Einige Jahre später begegnet mir der Name Noll im Rahmen der Universität erneut. Diesmal jedoch Hans Noll, Dieter Nolls Sohn. Im Rahmen des Seminars „Jüdische Autoren nach dem Holocaust“  gehörte „Der Abschied. Journal meiner Ausreise aus der DDR“ zur Lektüreliste. Einige Wochen zu spät für den Kurs, bin ich nun durch mit dem gerade einmal 268 Seiten starken autobiografischen Werk. Der Autor, Hans Noll, heißt mittlerweile Chaim Noll und lebt in Israel. In diesem Buch jedoch beschreibt der Sohn des großen DDR-Autors seine Ausreise aus der DDR in den Westen des Landes. In abwechselnd langen und kurzen Tagebucheinträgen beschreibt er die Schwierigkeiten und Umstände der Ausreise seiner Familie. Die Einträge sind teils nüchterne Erzählungen des Ausreise-Wahnsinns. Teilweise jedoch sind sie philosophisch-nachdenklich und reflektieren den Irrsinn, der in der DDR herrscht und was dahinter steht.

Der Punkt war erreicht, wo weiteres Nachdenken die Grundlage des Systems in Frage stellte. Wenn man die Augen offenhielt, war alles klar. Doch es blieb noch ein Ausweg: die  Augen zu verschließen.

Ich gehöre der ersten Generation „gesamtdeutscher“ Kinder an, ein sogenanntes Wendekind. Ich wurde 1991 geboren. Meine Eltern, meine Großeltern, meine gesamte Familie wuchs in einem anderen Land auf, als ich. Auch wenn sie ihren Wohnort nie wechselten. Und wie das eben so ist, streifen die Eltern bei der Erziehung des Kindes ihre eigene Sozialisation nicht ab. Ich begreife mich daher nicht  zwingend als Bürger der BRD. Ich sehe Deutschland nicht als Ganzes, auch wenn man mir das vielleicht negativ auslegen möchte. Dass leider immer noch eine unsichtbare Grenze durch Deutschland geht, zeigen allein die Löhne. Nur zum besseren Verständnis für jene, die sich damit noch nicht beschäftigten: Ein Krankenpfleger verdient in Ostdeutschland um die 2800 Euro, sein Kollege im Westen bekommt 3200. Der Berufskraftfahrer in Ostdeutschland verdient mit 1800 Euro deutlich weniger, als ein westdeutscher Kraftfahrer mit 2400 Euro. Die Kluft ist da, auch wenn man nach so vielen Jahren nicht mehr daran glaubt.

Die DDR wirft Schatten. Die DDR selbst war ein Schatten. Noll zeigt das in seinem autobiografischen Werk deutlich auf. Die Willkür, mit der man behandelt wird. Das Wegducken, um nur ja den Antrag nicht zu gefährden. Die unnötigen Formulare und Wege, die es zu gehen gilt. Nur um die Auswanderer zu gängeln. Die vielen Warnungen, die unnötige Angst, die geschürt wird. Wir, die wir in einem freien Land leben, können uns das gar nicht mehr vorstellen.  Hans Noll bietet dem Leser einen sehr persönlichen Einblick in den nervenaufreibenden Prozess der Auswanderung aus der DDR. Sehr angenehm zu lesen und für geschichtlich Interessierte ein sehr empfehlenswertes Buch.

 

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